|
Brühl, den 24.02.2010
DEUTSCHE ZUSAMMENFASSUNG DES ARTIKELS
„THE FUTURE OF PUBLIC DEBT: PROSPECTS AND IMPLICATIONS“
VON STEPHEN G. CECCHETTI , M.S. MOHANTY UND FABRIZIO ZAMPELLI*
(*Die Autoren sind Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel)
Seit dem Jahr 2008 explodiert die Verschuldung der öffentlichen Hand in den meisten entwickelten Ländern. So prognostiziert die OECD, dass die Verschuldung in allen industrialisierten Ländern schon im Jahre 2010 die Marke von 100% des Bruttosozialproduktes (BSP) überschreiten wird.
Sich allein auf diese Zahlen zu verlassen, führt gleichwohl in die Irre. Denn die schnell alternden Bevölkerungen verursachen in vielen Ländern enorme zukünftige Kosten, die in den gegenwärtigen Haushaltsplänen noch gar nicht berücksichtigt sind.
Schon einmal, und zwar direkt nach dem zweiten Weltkrieg, hatte die öffentliche Verschuldung ein vergleichbar hohes Niveau erreicht, als die Verschuldungsquoten ebenfalls in vielen Ländern oberhalb von 100% des BSP lagen. Heute lebt Japan mit einer Staatsverschuldung, die sogar die Marke von 150% des BSP übersteigt, ohne dass dies die Kosten der Fremdfinanzierung, den Zins, in die Höhe treibt. Bisher sehen die Anleger Regierungsanleihen noch als relativ sichere Anlagen an.
Anleger und Händler von Staatsanleihen sind im Allgemeinen sehr kurzfristig orientiert, denn sie gehen davon aus, dass sie ihre Anlagen rechtzeitig umschichten könnten, sollte es zu Problemen an den Märkten kommen. |